Freitag, 5. Oktober 2012

Kürbiszeit, Teil zwei

Ihr erinnert euch noch an den halben Hokkaido, der in unserem Kühlschrank lag? Den haben wir natürlich nicht verkommen lassen, sondern haben ihn in zwei leckeren Gerichten weiterverarbeitet. Es gab eine superleckere Kürbissuppe mit karamellisierten Walnüssen und eine Kürbisfocaccia mit Feta und Schinken.


Meistens kochen wir Kürbissuppe einmal im Jahr aus einem Riesenkürbis und frieren sie dann portionsweise ein. So haben wir den ganzen Winter was davon und es ist immer ein schnelles Essen im Haus, das nach Belieben mit allen möglichen Zutaten verfeinert werden kann. Manchmal machen wir Flädle (Pfannkuchenstreifen) dazu, Kartoffelpuffer, Halloumi, etc. Hier sind eurer Fantasie und vor allem euren Geschmacksnerven keine Grenzen gesetzt.


 Die Kürbissuppe, die aus diesem Hokkaido entstand und die nicht eingefroren, sondern sofort komplett genossen wurde, haben wir mit karamellisierten Walnüssen verfeinert. Die Idee kam relativ spontan und da wir eigentlich immer einen Sack mit Walnüssen in unserer Vorratskammer hängen haben, konnten wir sie auch gleich in die Tat umsetzen. Die karamellisierten Walnüsse haben super zu der Suppe gepasst, ich würde sogar behaupten, dass sie die Einlage schlechthin sind. Sie sind auch schön herbstlich und der süße Karamell schmeckt einfach superlecker in der Suppe, die schön sämig war.
Aber jetzt zum Rezept:

Kürbissuppe mit karamellisierten Walnüssen

Was du brauchst:

1/2 großen Hokkaido
1 rote Zwiebel, Knoblauch
1 kleines Stück Ingwer
1 Becher Sahne
Honig, 3 Flocken Butter
Salz, Pfeffer
Curry, Paprika, gekörnte Gemüsebrühe 
Zucker
Walnüsse  
Crème Fraîche

Wie es geht:

Den Kürbis in Würfel schneiden, Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in kleine Würfel schneiden. Den Kürbis, die Zwiebel, jeweils die Hälfte des Knoblauchs und des Ingwers mit Olivenöl und Honig anbraten bis der Kürbis leicht gebräunt ist, gegen Ende Curry, Paprika, Salz und Pfeffer dazugeben. Mit Brühe aufgießen, sodass alles ca. 2cm hoch bedeckt ist und langsam köcheln lassen bis der Kürbis weich ist. Den restlichen Ingwer und Knoblauch dazugeben und alles mit einem Pürierstab pürieren. Die Sahne und drei Flocken kalte Butter dazugeben und noch ein bisschen köcheln lassen. Fertig ist die Suppe. Nun zu den Walnüssen.
Etwas Zucker in einer Pfanne schmelzen und warten, bis er leicht Farbe angenommen hat und flüssig ist, die Walnüsse dazugeben und mit einem Holzlöffel umrühren. Vorsicht, den heißen Karamell auf keinen Fall mit den Fingern anfassen. Es gibt nichts, was heißer ist, außer den Finger in die Fritteuse zu halten! Suppe mit den Walnüssen und einer Crème Fraîche Nocke servieren. Yummy.
Nachtrag: Letztens haben wir die Kürbissuppe nochmal gemacht und eine Riesengarnele dazu serviert. Das hat auch sehr gut gepasst.

Aus dem restlichen Viertel des Hokkaidos haben wir eine leckere Kürbisfocaccia gemacht, die es nach der Suppe zu essen gab. Focaccia ist ein Fladenbrot aus Italien und eigentlich ganz ähnlich wie Pizza, nur ohne Tomatensoße und so. Die Urform bestreicht man eigentlich nur mit Olivenöl und Kräutern, wir machen immer alles mögliche drauf: Feta, Sardellen, Rucola, Kirschtomaten, Oliven, ... Auf der Kürbisfocaccia waren neben dem Kürbis noch Feta und dünn aufgeschnittener, luftgetrockneter Schinken. 

Kürbisfocaccia mit Feta und Schinken

Was du brauchst:

500g Mehl
1 Packung Hefegranulat
1 Prise Salz
ein paar Tropfen Olivenöl
ca. 1/8l lauwarmes Wasser
1 Packung Feta
Olivenöl zum Bestreichen
dünn aufgeschnittener roher Schinken
Salz, Pfeffer, Thymian

Wie es geht:

Das Mehl mit dem Hefegranulat und dem Salz mischen. Das Öl und das Wasser hinzugeben und entweder in der Küchenmaschine oder von Hand kneten - ich mache Wasser immer nach Gefühl dazu, von daher müsst ihr evtl. noch etwas mehr Wasser hinzugeben oder etwas mehr Mehl. Bei der Gelegenheit fällt mir nochmal ein, dass ich einen kleinen Knetexkurs machen wollte - das werde ich in den nächsten Wochen auf jeden Fall mal machen, wenn ich das nächste Mal Bagels backe... 
Den fertigen Teig in einer abgedeckten Schüssel ca. eine Stunde gehen lassen. In der Zwischenzeit den Kürbis in kleine Würfel oder Streifen schneiden und den Feta würfeln bzw. zerkrümeln (sollte bei echtem Schafsmilchfeta automatisch passieren). Den Teig nach dem Gehen auf einem Backblech ausbreiten (evtl. vorher ausrollen, aber ich mache das immer von Hand) und mit Olivenöl einpinseln. Den Kürbis und den Feta darauf verteilen und mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. Im Backofen bei 180°C ca. 30 Minuten  backen (schaut aber zwischendurch immer mal wieder rein, ob der Teig fest ist, der Kürbis noch hart ist etc. - jeder Ofen backt anders!). Anschließend in Stücke schneiden und nach Belieben mit dem Schinken belegen. Lecker und fertig!

Dies war mit Sicherheit nicht unser letzter Kürbis für dieses Jahr. Die große Kürbissuppenkochaktion für dieses Jahr inklusive Einfrieren steht noch an. Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Nachkochen!

Maria

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