Mittwoch, 12. September 2012

Arabische Nächte ...

... und orientalisches Essen. Inspiriert von der aktuellen Lust auf Genuss haben wir uns in den letzten Wochen immer wieder an arabischen Gerichten versucht. Auf der Speisekarte standen bisher Auberginenpüree, Taboulé, Börek und Teigfladen mit Zatar. Die arabische Küche bietet sehr viele richtig gute vegetarische Gerichte - alle Gerichte, die ich heute vorstelle, sind vegetarisch. Trotz dieser Vielfalt an Vegetarischem im arabischen Raum gibt es natürlich auch eine große Auswahl an Lamm- und Hühnchengerichten.

V.o.n.u. Taboulé, Auberginenpüree, Teigfladen

Die meisten Gerichte, die ich hier vorstelle, essen wir zu zweit - so könnt ihr euch ungefähr ausrechnen, wieviele Zutaten ihr evtl. braucht. Los geht es mit dem Auberginenpüree. Es ist besonders lecker zu Teigfladen oder auch zu normalem Brot. Mir persönlich schmeckt es auch pur sehr gut und die Reste im Kühlschrank waren im Handumdrehen geleert.


Was du brauchst:

2 Auberginen
Saft einer halben Zitrone
2 Knoblauchzehen
50g Sesammus (Tahin)
geschälten Sesam

Wie es geht:
  
Auberginen waschen und mit einem Sparschäler schälen, anschließend halbieren und außen mehrmals ca. 1cm tief einschneiden (z.B. gitterförmig). Im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 45 Minuten garen. Die Auberginen anschließend in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Zitronensaft pürieren. Die Knoblauchzehen schälen und fein hacken und zusammen mit dem Sesammus und einer Prise Salz unter das Auberginenpüree rühren. Zum Schluss ein wenig geschälten Sesam rösten und über das Püree streuen.


Taboulé ist ein Salat, der auf Bulgur und Petersilie basiert. Er ist sehr lecker als Beilage und hat unsere Mahlzeit aus Teigfladen und Auberginenpüree ideal ergänzt. Der Salat schmeckt sehr frisch und liegt auch als Abendessen nicht schwer im Magen.


Was du brauchst:

 150g Bulgur
2 Lauchzwiebeln
1/2 Salatgurke
1 Tomate
1 Bund glatte Petersilie
ein paar Blätter Minze
Zitronensaft
Olivenöl

Wie es geht:

Bulgur kochen (abspülen, mit 1EL Olivenöl in einem Topf mischen, 150ml Wasser hinzufügen, aufkochen, vom Herd nehmen, 20 Minuten quellen lassen). Gurke, Lauchzwiebeln und Tomate schneiden bzw. würfeln, Minze und Petersilie hacken. Für das Dressing Zitronensaft, Salz, Pfeffer und ca. 5EL Olivenöl verrühren und alles vermischen.


 Für die Teigfladen benötigt ihr einen normalen Hefeteig: 500g Mehl, 1 Würfel frische Hefe oder 1 Päckchen Hefegranulat, ein Schuss Olivenöl und Wasser. Bei frischer Hefe: Hefe mit einem TL Zucker und einem Schuss Wasser ca. 5 Minuten gehen lassen, dann verrühren und zum Mehl geben. Hefegranulat muss nicht angerührt werden und kann einfach mit dem Mehl vermischt werden. Olivenöl und Wasser hinzugeben, den Teig in der Küchenmaschine oder von Hand (meine favorisierte Methode) kneten, bis er schön geschmeidig ist. Anschließend abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen. Teig danach in Portionen teilen und zu Fladen formen. Mit Olivenöl bestreichen und mit Zatar bestreuen, dann ca. 15-20 Minuten bei 180°C backen.
Wusstet ihr übrigens, dass es ganz entscheidend ist, wie der Teig geknetet wird? Aber dazu ein anderes Mal mehr.


Das sind ja ganz schön viele Rezepte heute! Trotzdem gibt's noch eins obendrauf: Börek.



Börek gibt es meistens entweder mit Schafskäse oder mit Spinat und Schafskäse. Ich mag Letzteres am liebsten, weil es dann auch nicht so trocken ist. Börek lässt sich super kombinieren mit dem Taboulé als Beilage. Man kann es aber auch ohne alles essen, so wie wir es gemacht haben. Für uns war das Börek ein leckeres, schnelles Abendessen.

Was du brauchst:

1 Schalotte
2 Knoblauchzehen
400g Spinat
(wir hatten TK-Rahmspinat, man kann auch TK-Blattspinat nehmen)
4 EL Milch
50g Butter
1 Päckchen Feta
1 Packung Filoteig (Strudelteig)

Wie es geht:

Schalotte und Knoblauchzehen schälen und hacken, dann 5 Minuten mit ein bisschen Öl dünsten. Spinat dazugeben und im Topf auftauen lassen, ab und zu umrühren. Der Spinat sollte nicht mehr in der Flüssigkeit stehen, also ein wenig verdampfen lassen, anschließend würzen (Salz, Pfeffer, Muskat). Schafskäse in Würfel schneiden oder zerbröckeln. Milch und Butter erhitzen. Eine Auflaufform einfetten. Drei bis vier Blätter Filoteig mit der "Buttermilch" (ein Euro in die Schlechte-Wortspiel-Kasse) einpinseln und auf den Boden legen. Dabei die Seiten ruhig überstehen lassen, sie werden am Ende eingeklappt. Dann abwechselnd mit Schafskäse, Spinat und einer Lage Teig füllen, bis Schafskäse und Spinat leer sind. Oben nochmal 2-3 Blätter Filoteig drauflegen, alle Ränder einklappen und mit "Buttermilch" einpinseln. Etwa 30 Minuten bei 180°C backen - lecker!

Demnächst wollen wir uns an Falafel und Baklava herantrauen und sind schon sehr gespannt, was dabei herauskommen wird. Ich bin immer beeindruckt, wenn ich Reportagen über die Baklava-Herstellung sehe. Mal schauen, ob wir es schaffen, den Teig selbst so superdünn hinzukriegen oder ob wir doch auf bereits ausgerollten Teig aus dem türkischen Lebensmittelgeschäft zurückgreifen müssen ... In jedem Falle bleiben unsere arabischen Wochen spannend! Habt ihr euch schonmal an etwas Arabischem probiert?

Schöne Grüße an euch alle

Maria


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